Academic journal article German Quarterly

Defining Dominion. The Discourses of Magic and Witchcraft in Early Modern France and Germany

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Defining Dominion. The Discourses of Magic and Witchcraft in Early Modern France and Germany

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Williams, Gerhild Scholz. Defining Dominion. The Discourses of Magic and Witchcraft in Early Modern France and Germany. Studies in Medieval and Early Modern Civilization. Ann Arbor: The U of Michigan P, paperback edition 1999. xi + 234 pp. $27.50 paperback.

Die Autorin, die rich schon viele Jahre mit dem Theme Hexenwahn, Zauberwesen and Amerika beschaftigt hat, legt hier die Summe ihrer Forschung vor, indem sie die diesbezuglichen offentlichen Auseinandersetzungen anhand von ausgewahlten Quellen detailliert untersucht. Wahrend man sich bisher diesen Aspekten primer aus historischer and theologiegeschichtlicher Sicht genahert hat, strebt Scholz Williams an, das Phanomen als Diskurs wahrzunehmen, der sowohl auf literarischer als auch naturwissenschaftlicher and theologischer Ebene verlief, Machtstrukturen entwickelte and damit insbesondere Frauen auszuschlieBen vermochte. Bemerkenswert durfte nun sein, dass these drei Bereiche engmiteinander verflochten waren and sick gegenseitig beeinflussten. Wahrend Scholz Williams zunachst den magischen Diskurs anhand der Mglusine de Lusignan von Jean d'Arras beleuchtet (nicht aber die deutsche "Volksbuch"-Fassung von Thiiringvon Ringoltingen), wendet sie sick in mehreren Abschnitten dem naturwissenschaftlichen Diskurs zu. Diesen erfasst sie anhand der Schriften von Paracelsus, dann der Hexentraktate von Kramer (Malleus), Weyer (De prestigiis) and Bodin (De la demonomanie des soerciers). Die ideologischen Unterschiede besonders zwischen Weyer and Bodin sind schon oft herausgestellt worden, gewinnen hier aber scharferes Profil, denn es handelte sich um einen heftigen Kampf um die Vorherrschaft in der offentlichen Meinung beziglich des Hexenglaubens. Genau diesen Kampf hatten jedoch Frauen von vornherein verloren, weil sie keinen Zugang zum wissenschaftlichen Diskurs hatten and somit oftmals zu Opfern eines verheerenden Wahnes warden. Unklar bleibt hier freilich, wie der mittlerweile klar nachgewiesene wissenschaftliche, literarische and kunstlerische Beitrag von Frauen zu beurteilen ware, vor allem wenn man bericksichtigt, wie stark die Hexenverfolgungen insbesondere die landliche Bevolkerung traf, nicht aber Frauen der adeligen Schicht.

Scholz Williams widmet sich in einem weiteren Kapitel dem franzosischen Hexenverfolger Pierre de Lancre, der in Bordeaux lebte and vor allem in der Labourt die grossten Gefahren seitens Satans erblickte, der fiberall seinen Semen gepflanzt hatte and somit sugar schon zu einer weltweiten Bedrohung fair das Christentum wurde-and dies bemerkenswerterweise im deutlichen Gegensatz zur sehr gemssigten Einstellung der Kleriker auf der spanischen Seite der Pyrenaen. In de Lancres Werken lassen sich signifikante Beziehung zu den Berichten fiber die Neue Welt linden, die ebenfalls ganz von aberglaubischen and satanisch infizierten Menschen belebt war. …

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